Archive for März 2006

John Mearsheimer & Stefan Walt & The Israel Lobby

März 29, 2006

Richard Silverstein gibt zu bedenken, was um des Friedens willen zu beachten ist, wenn starke Lobbyisten schrankenlose Aktionsfelder einnehmen, wie etwa z.B. die AIPAC:
Quelle: TIKUN OLAM (Richard´s Blog)

Zitat Richard Silverstein:
It is wrong, as critics have done, to dismiss the sincerity of the two authors in considering Israel’s interests in these matters. Just because they criticize Israel does not mean that they don’t care about its well-being. They have said here that they care. To doubt them is to accuse them of lying which would be entirely unfair and uncalled for.

Danke, Richard.
Nur finde ich, Dein Titel“ fierce attack“ ist missverstaendlich.
Ein Angriff, ein „Greifen“, ist es eben nicht, was die Autoren meinen, und sollte es auch nicht sein.

Du sagst es selbst in Deinem Schlusskommentar.

Und „Kritik“ heisst weder „Angriff“ noch „Gegnerschaft“ und meint mitnichten „Schmaehkritik“.

Das griechische Fremdwort heisst „Entscheidung“.

Eine Kritik hat stets eine Wiedervorlage zur nochmaligen Entscheidung zur Folge.
Das ist der wertfreie Sinn und Zweck jeglicher Kritik.

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John Mearsheimer & Stefan Walt & The Israel Lobby

März 29, 2006

Richard Silverstein gibt zu bedenken, was um des Friedens willen zu beachten ist, wenn starke Lobbyisten schrankenlose Aktionsfelder einnehmen, wie etwa z.B. die AIPAC:
Quelle: TIKUN OLAM (Richard´s Blog)

Zitat Richard Silverstein:
It is wrong, as critics have done, to dismiss the sincerity of the two authors in considering Israel’s interests in these matters. Just because they criticize Israel does not mean that they don’t care about its well-being. They have said here that they care. To doubt them is to accuse them of lying which would be entirely unfair and uncalled for.

Danke, Richard.
Nur finde ich, Dein Titel“ fierce attack“ ist missverstaendlich.
Ein Angriff, ein „Greifen“, ist es eben nicht, was die Autoren meinen, und sollte es auch nicht sein.

Du sagst es selbst in Deinem Schlusskommentar.

Und „Kritik“ heisst weder „Angriff“ noch „Gegnerschaft“ und meint mitnichten „Schmaehkritik“.

Das griechische Fremdwort heisst „Entscheidung“.

Eine Kritik hat stets eine Wiedervorlage zur nochmaligen Entscheidung zur Folge.
Das ist der wertfreie Sinn und Zweck jeglicher Kritik.

US Supreme Court Richter Antonin Scalia ganz brutal ehrlich

März 28, 2006

Das haben unsere Altvorderen schon immer gewusst.
Fuer den Wolf ist das Schaf stets im Unrecht.

Bis zum Endsieg saeuseln die Woelfe allerdings mit Kreidestimme von Recht, Freiheit und Wuerde….

Freut mich, dass Richter ANTONIN SCALIA eine italienisch lockere Zunge hat und aus dem Naehkaestchen plaudert:
Quelle: NEWSWEEK

Wenigstens ehrlich ist er dieser Henkergeselle !
Den Schafen meinen Segen…..

Was nun, Erich Fromm ?

März 23, 2006

Heute vor 106 Jahren wurde Erich Fromm geboren.

Seine Frage nach dem Leben in Menschlichkeit:
„Wie ist es moeglich, dass die Menschen als Masse so irrational handeln koennen und so leicht verfuehrt werden koennen ? “

hatte schon weiland Sokrates, Sohn einer Hebamme, dazu veranlasst, seine Xantippe zuhause warten zu lassen, statt zu Arbeiten wie andere Maenner, lieber auf dem Marktplatz mit der Jugend zu reden.

Was wuerde Erich Fromm wohl heute fragen ?

Was heisst „rational“ fuer einen Katholiken, der „credo, quia absurdum“ sagt, was irrational ? Darf man noch fragen: „Wo ist das Flugzeug ?“

Erich Fromm Gesellschaft: Autobiographische Streiflichter

„Die Erziehung laesst den Menschen wie eine Maschine handeln !“

Gewiss, Herr Fromm, es fragt sich nur, wie wollen wir in Zukunft das Zusammenleben der Menschen organisieren ?
Erziehung erreicht man nur mit Angst !
Gott & Teufel haben ausgedient.

Es gibt auch keine Marienerscheinungen mehr….

Diogo Pires trifft David Reubeni

März 19, 2006

Noch immer heutzutage, und insbesondere von religioes katholischen Hitzkoepfen und Ereiferern, werden die Vaeter des modernen Israels missachtet oder missverstanden.
Zum Beispiel hier: „Hauszellengemeinde“

Ein solcher Vater des politischen sowie ideellen Israels war zweifelsohne der Portugiese Diogo Pires (1500 – 1532)

Zum Kennenlernen:
Eigentlich hatte Diogo keinen Grund zur Klage. Jung an Jahren war er bereits ein angesehener Gerichtsschreiber bei Hofe.
Jeder andere haette sich auf ein sorgenfreies Leben in der portugiesischen Verwaltungsaristokratie gefreut.

Die Zeit um 1500 in Portugal, als Diogo geboren wurde:
Das Herrscherpaar im Nachbarland Spanien hatte es im Jahr 1492 fuer besonders christlich und ehrenwert gehalten, den bedauernswerten Juden, den Gottesmoerdern, im Land endlich Begnadigung, die Integration und Anerkennung als vollwertige Mitbuerger zu schenken, oder die Ausweisung – oder den Tod.

Als Dank sozusagen fuer die eigene Heiratsvermittlung und damit Versoehnung und Einigung „Spaniens“, Kredite fuer Heer, Waffen zur Vorbereitung und Durchfuehrung eines Rueckeroberungskrieges gegen die Araber, die noch „Suedspanien“ beherrschten, und last not least fuer das Unternehmen „Neue Welt“.

„Kolumbus“ war Sohn der juedischen Elite in Portugal wie auch viele andere, allerdings getaufte,juedische Berater in spanischen Diensten.

Sein gesamtes Vorhaben war nur dank Sachverstand und Vermoegen juedischer Persoenlichkeiten moeglich.

Dennoch musste bereits er, wohlberaten, einen fremden Namen annehmen, seine juedische Herkunft verschleiern.
Tatsaechlich hiess „Kolumbus“: Salvador Fernandes Zarco und kam aus Portugal – nicht aus Genua.

Das benachbarte Portugal nahm die aus Spanien fliehenden Juden gerne auf.
Der Adel Portugals war schon immer arbeitsscheu.
Portugiesische Menschen lebten derweil in steinzeitaehnlichen Verhaeltnissen und geistiger Armut.

Da kamen dem jungen Koenig Manuel I. die juedischen Einwanderer in jeder Hinsicht gerade recht.

Der Seeweg nach Indien, die Entdeckung Brasiliens, die Bauwut Manuels war indes dabei, allmaehlich die Staatsfinanzen zu ruinieren.
Und die Menschen im Land stifteten der Kirche ihr letztes Hab und Gut, um ein Geloebnis zu erfuellen oder fuer einen Segenspruch sei es fuer eine Seefahrt, sei es im Sterbebett.

Die Dominikaner raubten dem Volk das Volksvermoegen mit beiden Haenden, Papst Leo X. konnte fuer seine Hurerei und Saufgelage garnicht genug bekommen, und auch Koenig Manuel I.war um seine Zukunft besorgt, um den Erhalt seiner Macht und Errungenschaften.

Als er eine spanische Thronerbin heiratete, verlangte diese die Anordnung von Zwangstaufen fuer Juden auch in Portugal.
Eine Katastrophe fuer die Juden.
Und eine Katastrophe fuer Manuel.

Der Adel und die Dominikaner wetzten die Messer, es kam zu ersten blutigen Pogromen – Manuel unternahm alles, um die Juden zur Taufe und zum Verbleiben im Lande zu bewegen.

In diesen Jahren wurde Diogo Pires als Kind neu-katholischer, also juedischer zwangsgetaufter Eltern, geboren.
Und als Diogo Pires waere er vermutlich auch als Katholik gestorben, waere eines Tages nicht der wundersame David Reubeni mit einem Empfehlungsschreiben des Papstes bei Hofe (und wohl den Hofleuten) erschienen mit einer zuendenden Idee:

Rueckeroberung von Erez Israel von seinen osmanischen Herrschaften, die erst selbst soeben das Heilige Land von den Mamelukken erobert hatten.

Diego erkannte wohl sofort den Ruf seines Herzens.
Die fama geht, er habe sich selbst beschnitten.
Im toleranten osmanischen Reich wollte er fortan in Ruhe seine juedischen Studien aufnehmen. Diego gab sich den Namen Shlomo Molcho. (Andere Schreibweisen: Salomão Molko, Salomon Molkho)

Seinen Namen moechte ich als „Botschafter“ uebersetzen, nicht „Bote“ („Engel“ im engeren Sinn).
Ich bin mir sicher, da es mir schluessig erscheint, dass sowohl David Reubeni wie auch Shlomo, mitnichten den Anspruch erhoben, DER Messias oder „messianisch“ zu sein, sehr wohl aber ein „Weissager“ und zwar nicht im Sinne von „Hell-sehen“ sondern im Sinne von „die Forderungen Gottes studiert und hieraus weissagen“.

Shlomo Molcho hat seine Ueberzeugung mit dem Leben bezahlt.
Mit 32 Jahren wurde er auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Sein Gewand ist heute in Prag im JEWISH MUSEUM zu besichtigen.

Seine Fahne kuendet noch heute von einem alten, verlachten, beweinten, besungenen, gefuehlten, unendlich heiligem Traum.

Welchen Verbrechens hatte Diogo Pires sich eigentlich schuldig gemacht ?

Abtritterker und geschmacksgeschuetzte Klobrillentaschen

März 11, 2006

Wunderschoene und praktische Abtritterker schufen Oesterreicher fuer Oesterreicher:
Burgen Oesterreichs

Erst kuerzlich fand ein Erfinder Geschmack an seiner Klobrillentasche, nicht minder wunderschoen und praktisch, und liess sich diesen Geschmack oeffentlich schuetzen:
Quelle: MarkenBlog

Schon einmal habe ich ueber „Kulturunterschiede“ in Sachen Klo geschrieben:
Naemlich HIER

Aber was ein Abtritterker ist habe ich damals noch nicht gewusst.
Unterdessen habe ich erfahren, dass im Jemen nichts dergleichen einfach so weggeworfen wird ! Da macht man sich so seine Gedanken….

Glocken Schlag & Spiel (ZVON) Russlands Kirchen

März 9, 2006

Es liegt etwas Wundersames in dem Klang einer Glocke.
Schlag&Spiel haben Teil am Zauber othodoxer Liturgie.

Ein wenig vermag man die Gefuehle nachempfinden, welche sich im Klang russischer Zvons spiegeln:
ZVONS zum Anhoeren

Sprache, Trompete, Trommel, und Glocke.
Kann es ueberhaupt „atonale Musik“ geben, wenn sie kein Alarm oder Folterwerkzeug sein soll ?

Glocken Schlag & Spiel (ZVON) Russlands Kirchen

März 9, 2006

Es liegt etwas Wundersames in dem Klang einer Glocke.
Schlag&Spiel haben Teil am Zauber othodoxer Liturgie.

Ein wenig vermag man die Gefuehle nachempfinden, welche sich im Klang russischer Zvons spiegeln:
ZVONS zum Anhoeren

Sprache, Trompete, Trommel, und Glocke.
Kann es ueberhaupt „atonale Musik“ geben, wenn sie kein Alarm oder Folterwerkzeug sein soll ?

Zacarias Moussaoui Verurteilung vs. handverlesene „Juroren“

März 6, 2006

Puenktchen-fuer-Puenktchen nachgedacht, auf Schluessigkeit geprueft, mit eigenen Erfahrungen abgeglichen, sine ira et studio, so kommt ein weiser Mann zu einem annaehernd gerechten Urteil.

Sherlock Holmes hat es uns vorgemacht.
Unbestechlich, leidenschaftslos, aufmerksam und unbeugsam, nur dem eigenen Denken verpflichtet.

Die schrecklichen Geschehnisse vom Morgen des 9/11 2001 verlangen solche akribische Kleinarbeit im Denken und Nachvollziehen.

Man muss kein Wissenschaftler sein.
Aber ein Mensch mit Lebenserfahrung, Verantwortung, Ehre, nicht zu vergessen die noetige Portion Angst vor schlechtem Gewissen, ohne welche kein Mensch ein gerechter Mensch werden kann.
Zum Juroren taugen „Putzfrauen“ wahrscheinlich besser als „Professoren“.

Die Frage lautet:
Ein Flugzeug einfach so millimetergenau gegen ein Ziel steuern – ohne staendige Kurskorrekturen von Bodenstationen, in freier Luft, trotz Auf-Um-Ab-Ruecken-Gegenwinde, Auf- und Abtrieb, millimetergenau ?

Mehrere Hochhaeuser zum freien Fall in kerzengerader Bodenrichtung versetzen mit dem (schwarz)qualmigen Feuer von Papier und Bueromobiliar ?

Sherlock Holmes haette hier Fragen ueber Fragen !
Sokrates auch !

Die Verurteilung von Moussaoui wird aber deshalb schon bedenklich, weil sich Anklaeger und Verteidiger „ihre Juroren“ nach Gutduenken aussuchen koennen.

Die persoenliche Unabhaengigkeit und innere Persoenlichkeit der kuenftigen Juroren interessiert keinen.

Die Voreingenommenheit dagegen sehr.

Man scheint nur wissen zu wollen, ob auch alles in den Koepfen steckt, was man hoeren will.

Der Berichterstatter schreibt(Auszug):
Prosecutors and defense lawyers were whittling a group of 83 prospective jurors down to 18 — 12 plus six alternates — using peremptory strikes, which allow each side to dismiss jurors for any reason they choose except their race or sex. Each side gets 30 peremptory strikes. Defense lawyers asked for additional strikes last week, but the judge denied that request Friday. The jurors scheduled to report for service already have been qualified to serve during a two-week jury selection process in which they were quizzed individually by Brinkema and filled out 50-page questionnaires asking their views about the death penalty, al-Qaida, the FBI and their reactions to the Sept. 11 attacks.

Auszug entnommen aus:
CHICAGO TRIBUNE (Kostenfreie Anmeldung erforderlich)

In meinen Augen ein Strafprozess, den man „legitimierten Lynchprozess“ nennen muesste.

Ein Tag der Trauer um der Gerechtigkeit willen und des mahnenden Andenkens an die Opfer, deren Tod bis heute ungesuehnt ist.

Die Kunst des TUANGOU: Smart Mobs & Team Tactics

März 6, 2006

Typisch deutsch : die Sparvereine in Kneipen wo man seinen Stammtisch hat.

Typisch chinesisch: „len cher“ so heisst in Thailand das Zusammenkommen bei Chinesen, wenn man sich mit seinen Vertrauten am runden Tisch versammelt, um „Aktien zu spielen“.

Jeder der Teilnehmer stellt seine Geschaeftsidee vor und verspricht seinen Zinssatz. Die Runde entscheidet dann, wem sie die monatlichen/vierteljaehrlichen Einsaetze anvertraut.
Man trifft sich regelmaessig.

Dergestalt ist es einem Chinesen von gutem Ruf&Tadel moeglich, jederzeit und kurzfristig ohne Bankenkredit sich aus dem Familien- und Freundeskreis das noetige Kapital zu besorgen.

Jetzt kommt aus China eine weitere Neuheit, um Geld zu sparen:
TUANGOU

Bin mal gespannt, wer diese Team Taktik in Europa beim Marken- und Patentamt als „seine Idee“ anmeldet….