Archive for Juli 2005

Passagierliste der Fluechtlinge aus Nazideutschland Lissabon/USA August 1941

Juli 29, 2005


In Memoriam.
Hier bekommen „Personen“ ein Gesicht, einen Namen, einen Geburtsort, Beruf, ein Leben…. sind nicht laenger Masken, Per-sonen, sind Menschen !

Page 1 of 25 List or Manifest of Alien Passengers S.S. Mouzinho, Passengers sailing from Lisbon, August 20th, 1941. Arriving at Port of New York, 2 of September 1941:
Quelle: Historisches Dokument

Portugal, Regierung und Menschen, verdienen Hochachtung und Dankbarkeit.
Geschichte der SS MOUZINHO: (einkopiert von einer der Seiten des o.g. links)

Notes from Mr. Stahl:
The Mouzinho was built in Kiel, Germany in 1907 for the Hamburg America Line and was originally named the Guglielmo Pierce. She changed owners and names several times before being acquired by the Companhia Colonial de Navegacao of Portugal in 1930 and renamed the Mouzinho. The Mouzinho made two round voyages between Lisbon and New York in June and in August, 1941. My mother along with her brother and parents were passengers on the second voyage, arriving in New York on September 1, 1941. The passengers had to remain aboard ship until September 2nd since the 1st was Labor Day and no ships were allowed to unload. They traveled from Berlin to Lisbon in a passenger car that was „sealed“ in Berlin as they traveled through Germany and France to Irun on the Spanish border then on to Lisbon. Their story is not unique. I have corresponded with several families from the voyage who have related similar stories about „sealed“ train cars from Hamburg and Frankfurt going to Lisbon. Included in the passengers on the August voyage were 44 children sponsored by the OSE (Oeuvre de Secours aux Enfants based in Paris) in conjunction with the US Committee for the Protection of European Children, Jewish Children’s Aid and the American Friends Service Committee of Marseilles. These organizations arranged for close to 200 children to escape Europe to the United States on the two voyages of the Mouzinho and on a third voyage aboard the Serpa Pinto in September 1941. It appears that among these 200 children were thirty-five children who had been on the St. Louis and had been under the care of the OSE since the St. Louis returned to Europe in August 1939

Die Bilder der Flucht:
Juedische Fluechtlinge aus Konzentrationslagern in Frankreich bei Einschiffung in Lissabon

Und wer weiss was das gebietet ?

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Haftung Deutschlands im Kosovokrieg

Juli 28, 2005

Soeben hat das OLG Koeln entschieden.
OLG Koeln Urteil vom 28.7.

Es erinnert mich an die fromme Menschlichkeit der „Kreuzritter“:

Toetet alle, Gott der Herr wird schon die Seinen erkennen und ins Paradies nehmen.

Wenn meine Minister, also meine Diener, bei allem was sie tun immer darauf „vertrauen“ duerfen, ganz ohne Pflicht zur Achtsamkeit und vorheriger Ueberpruefung, dass alles Tun und Handeln „anderer“ stets dem Voelkerrecht, der Menschlichkeit, den Regeln eines Rechtstaates, dem Frieden, Wohlstand und gluecklichem Zusammenleben in geordneter Freiheit entspricht, dann, finde ich, ist was faul.

Ein Politiker persoenlich, ein Staat, muesste fuer sein Tun und Handeln jederzeit zur Verantwortung gezogen werden koennen.

Nicht nur von den Opfern, sondern auch von den Erfuellungsgehilfen, die „Befehlen gehorchen mussten“.

Die US-amerikanischen Folterknechte haette ich freigesprochen.

Die Bundesrepublik nicht !
(Oder haben die Deutschen aus Ihrer Geschichte nichts gelernt ?)

Foederale Ordnung, Rechtsstaat, Eigentum, Soziale Sicherheit….bald alles vorbei

Juli 27, 2005

Das hat er gesagt, der Herr Bundespraesident:
„Die bestehende foederale Ordnung ist ueberholt“.
(gefunden bei Varzil)

Warum hat er das gesagt ?
Wegen „Arbeitsplaetze“ oder wegen „Terrorismusbekaempfung“ oder weil es innerhalb politischer Zirkel schon abgemachte Sache ist, Deutschlands Eigentuemlichkeiten abzuschaffen ?

Damals zur Zeiten von Kohl, im Jahr 1993, stand die foederale Ordnung schon/noch auf dem Pruefstand !
Rede Kohls anlaesslich des Anschlags gegen Tuerken

Irgendwas passt manchen Politikern an dem Wort „Foederalismus“ nicht !

Auch einen „ewigen“ Anspruch auf Demokratie und Sozialstaat -aber diese beiden Faktoren bilden einen Rechtsstaat- „hat“ Deutschland nicht.
Das sagt uns die liebe Frau Merkel:
Quelle: ZDF

Unsere Brueder und Schwestern in den USA bekommen schon zu schmecken, wie das bald auch bei uns zur Tagesordnung zaehlen wird:
Arbeitsplatzversprechen bricht Eigentum

Buero-Hochhaeuser auf der Elbchaussee, Hotel-Tuerme neben dem Koelner Dom, wer will da neinsagen und auf seinem Eigentumsrecht bestehen, wenn er nicht ein RAF-Terrorist ist. Quelle: Kelo vs City of New London

Es sei hier mal nur ganz nebenbei erinnert, welches Prostestgeschrei es gibt, wenn ein Land wegen dringender Sicherheitsmassnahmen dergleichen Eingriffe vornimmt….

In den USA oder beim Ausleben deutscher Braunkohle-Romantik auf Kosten der Steuerzahler und zwangsenteigneter Hausbesitzer oder was uns Politiker als Terrorbekaempfung verkaufen wollen, da schweigen wir lammfromm artig und sppiessbuergerlich.

Kommen wir nun zur „Sozialen Sicherhheit“.

Sozial ist eine Sicherheit wohl dann, wenn jedermann sicher sein kann vor Raeubern und Eindringlingen -und nicht nur die Priester, Gewerkschaftler, Fuersten, Feldherren und die Propaganda-Herolde eines Staates.
Kennen wir !

Bei Einfuehrung der „Mitbestimmung“ haben sie alle gejubelt, die Gewerkschafter, Kirchenleute, die Presseleute… nur selber, bei sich im eigenen Unternehmen, was sie „Tendenzbetriebe“ tauften, da galt die angeblich segensbringende Mitbestimmung nicht.

Wenn heute Unternehmen zusammenbrechen, weil sie sich der herrschenden Deflation nicht anpassen koennen (!) oder konnten wegen der Mitbestimmung, reagiert der Staat, indem er die nun arbeitlosen Menschen und Betriebsrenter ausspionieren laesst, mit allerlei Worthuelsen betoert und das alles noch mit dem Woertchen „sozial“ beweihraeuchert.

Es wird auch hier genau so geschehen:
Soziale Sicherheit bedeutet, dass man als Person seine Tuer hinter sich abschliessen kann. Niemand soll ausspionieren koennen, wie wir leben, wenn wir dieses nicht wuenschen bzw. zulassen.
Auch unsere Reserven, Vorraete im Keller, Ersparnisse gehen niemanden etwas an.
Nachbar, Polizei, Finanzamt, Beichtvater.

Warum und was interessiert den Staat am Namen des Einzahlers ? Terrorismusbekaempfung ? Dass ich nicht lache !
Quelle: Der Standard

Es geht vielmehr darum, den Spekulanten Informationen zu beschaffen.

Ein Handelskaufmann, der mit Ware handelt und seine kleinen Konkurrenten ausspionieren moechte, braucht „Statistiken“. Diese verraten ihm, wo es was zu futtern gibt.

Ein Geldkaufmann, der mit vagabundierendem Kapital handelt, und nicht nur die Bilanzen der Betriebe sondern auch die Volkswirtschaften ausspionieren moechte, braucht detaillierte Angaben ueber jede Art von Geldstroemungen und ein Profil der Absender und Empfaenger. Und sei es auch bloss der Spargroschen von klein Otto.

Meine Vermutung:
Auf dem Weg zu einer Tyrannis muss das Volk zunaechst wehrunfaehig gemacht werden.
Wie damals in Indien:
Kuehe heiliggesprochen – Ratten heiliggesprochen.
(Ernaehrungslage, Vorratshaltung zerstoert)
Verschuldung, Verelendung…..

Langem Geschreibse kurzer Sinn:
Unermesslicher Reichtum fuer die Kreditleiher.

Die Folter im Rechtsstaat. Die Haftung von Beschuldigten, Zeugen und der Polizei

Juli 17, 2005

Die Behauptung des Herrn Gaefgen, er sei von der Frankfurter Polizei gefoltert worden, beschert ihm, dem ueberfuehrten Moerder, offensichtlich eine Klageberechtigung vor dem Europaeischen Gerichtshof der Menschenrechte.

Die Waechter unseres Rechtsstaates, hier in der Person des Vize-chefs der Polizei Frankfurts, finden sich selber auf einer Anklagebank wieder und muessen sich wegen einer blossen Androhung rechtfertigen, weil diese „erpresserisch“ gewesen sein soll.

Mit diesem Verlauf unserer Rechtsanwendung bin ich unzufrieden.
Ich sehe, dass sie zu einem Ergebnis fuehrt, das ich mir nicht wuensche:

Moerder klagen – Polizisten, also die Gemeinschaft, der Staat in dem ich lebe, werden angeklagt

Nehmen wir die Situation, dass ein Tatverdaechtiger von seinem „Aussageverweigerungsrecht“ Gebrauch macht.
Teleologisch reduziert stellt sich mir die Frage: „will ich das ?“

Der Tatverdaechtige soll die Moeglichkeit haben, sein zukuenftiges Leben selbst angesichts einer begangenen Straftat vorherzusehen und eine mildere Bestrafung herbeizufuehren.
Ich will ihm diese Option geben, zu waehlen, freiwillig ein Gestaendnis abzulegen.
Dies soll ihm als Menschenrecht zur Verfuegung stehen, fuer ihn einklagbar sein.

Bei einer Frage wie: „wo befindet sich das Opfer ?“ ist der Beschudigte wie ein Zeuge aufgefordert, eine zutreffende Aussage zu machen.

Ein „Aussageverweigerungsrecht“ hat ein Beschuldigter oder Zeuge hier mitnichten !

Verweigert ein Tatverdaechtiger seine Aussage, soll ein Polizist das Recht haben, eine sofortige Strafmassnahme anzuwenden.

Anders liegt der Fall bei einer „Zeugnisverweigerung“.
Den „Zeugenschwur“ halte ich fuer Unsinn.
Zeuge ist Zeuge – hier kann es kein Mehr oder Weniger geben.

Wer als Zeuge den negativen Zeugeneid schwoert, also beschwoert, nichts zu wissen, darf erst im Fall des Beweises des Gegenteils in die Haftung genommen werden.
Ein Zeuge, der flasches Zeugnis ablegte, auf Anklaeger- oder Beschuldigtenseite, muss mit eben derselben Strafe belegt werden, welche den Taeter trifft.

Eine „Folter“ ist von solchen Strafmassnahmen grundlegend verschieden.

Eine Folter bezeichnet eine Misshandlung eines Menschen aus religioesem Wahn, Hexenglaube, Rassenhass oder durch Schaendung religioeser Heiligtuemer.
Niemand darf wegen seiner religioesen Ueberzeugung oder wegen seiner Rasse misshandelt werden.

Aber jedermann, der als Tatverdaechtiger oder Zeuge eines Kapitalverbrechens keine Aussage macht, Mitwirkung und Mithilfe beim Auffinden des Opfers verweigert, Namen und Aufenthaltsort seiner erwiesenen Mittaeter nicht preisgibt MUSS eine Strafe auf die „empfindlichste Art“ erfahren.

Ein Polizist, der sich weigert, diese Strafmassnahmen vorschriftswidrig NICHT anzuwenden, den sollten wir verurteilen.

Politiker, welche einem Beschuldigten ein „Aussageverweigerungsrecht“ rechtlich zubilligen, wuerde ich gerne wegen Verletzung der Fuersorgepflicht ueber Frieden und demokratische Rechtsstaatlichkeit auf eine Gefaengnisinsel verbringen.

Kulturunterschied: Klo. Wie und wo man frueher und heute „sein Geschaeft macht“

Juli 16, 2005

Etwas zum Schmunzeln, aber etwas Menschliches –
das Thema : Klo

Hier in Japan:
Quelle: Wikipedia

Wir lernen: weil es weniger Kuehe und Guelle gab, brauchte man die menschlichen Exkremente und begann Klos zu erfinden, Eco-Stationen fuer Stuhl-recycling, wie wir heute sagen wuerden.

Dann begann es auf roemischen Strassen nach verfaultem Urin zu stinken:
Pecunia non olet (Wikipedia)

Allmaehlich wurde es den wilden Germanen auch ungemuetlich und man begab sich ans Erfinden, Verbessern:
Geschichte des „Stillen Oertchen“

Aber langsam !!
Stilles Oertchen ?
Wann war es denn still in jenem Oertchen ??
Die Portugiesen nennen es noch heute „Haus des Bades“, das klingt auch nicht nach Stille.

Wollen wir weiterforschen !
Hier steht´s ganz eindeutig:
Auf dem Ko (sitzend) hat man (mit allen anderen) sein „Geschaeft gemacht“.

Das Klo als Weltwunder

Aber wie sieht es woanders aus ?
Nehmen wir Namibia, hier und heute:
Oeffentliche Toilettenanlage in Namibia

Jetzt wird auch verstaendlich, was neulich die Regierung von Tanzania bewogen hat, anzudrohen, wenn es nicht anders wird, gibts drakonische Strafen:
Tanzanische Probleme
(gefunden bei Varzil)

Da kann man mal sehen, was geschieht, wenn man sich wie ich heute Vormittag nur mit dem Klo mal ganz kurz beschaeftigen moechte.

Die 17. Maccabia eroeffnet

Juli 15, 2005

Allen Sportlern und Freunden herzliche Gruesse.
Moege es ein Fest sein !
Am Vorabend der 17. Maccabia

Streiten tut gut.
Mitstreiten will gelernt sein.
Siegen und Verlieren formen das Gemuet, das Herz, die Seele.
Eine Umarmung am Ende des Ringens um die besten Zeiten, Weiten und Punkte bildet eine Gemeinschaft.

Eine Gemeinschaft, auf welche man stolz sein kann, die man auch gebrauchen kann.

Sehen wir nur, zu was die Olympischen Spiele geworden sind:
Ein billiges Spektakel !

Die Maccabia zeigt uns, dass es auch anders geht.
Moege es ein Fest sein !

Menschen fuehren oder Kriege fuehren ? Wozu brauchen wir Politiker ?

Juli 13, 2005

Die schrecklichen Terroranschlaege in London zwingen uns um einer Befriedung willen, unseren Politikern besondere Aufgaben und Vollmachten zu erteilen.

Eine persoenliche freiheitliche Entfaltung einzelner Mitmenschen, Staatsbuerger oder Religionsangehoeriger oder eben auch Staatsgemeinschaften, ist nur dann gewaehrleistet, wenn dieser „Liberalismus“ mit gerechten Gesetzen und durch gerechte Gesetzeshueter geschuetzt und bewacht wird.

Ein „Krieg“ gegen „Terroristen“ kann dabei nie zum Erfolg fuehren, denn neben dem bloss militaerischen Sieg, also das Einsperren der gefassten Mittaeter auf Gefaengnisinseln oder das sofortige Erschiessen, muss das Ergebnis immer auch die „Wehrlosigkeit“ desjenigen, den man bekaempft, bedeuten.

Statt Kriege zu fuehren, aus Rache oder manchmal auch aus Prestigegruenden, gegen eine Religion, welche in aller Welt die Religion der Aermsten ist, waere es sinnvoller, die Menschen in ihrem Denken und Fuehlen zu studieren.

Amerikaner, zugegeben, „studieren“ eine Andersartigkeit von Menschen sehr ungern, weil sie eben das den „Rassismus“ nennen.

Die Unmoeglichkeit eines Chef-Arztes in den USA, nach der „Rasse“ seines Patienten fragen zu duerfen, kostet alljaehrlich vielen Amerikanern afrikanischer Herkunft das Leben.

Es gibt nunmal Eigentuemlichkeiten in unseren Koerpern, die uns je nach „Rasse“ mal die eine, mal die andere Unvertraeglichkeit beschert…aber was interessiert das einen Statistiker ?
Er setzt seine Erfolgsliste als Masstab und bekuemmert sich um die „statistischen“ Fehler wenig, haelt er sie doch fuer unvermeidbar.

Auch die Kirche mit ihrem Anspruch „Kath Holos“ also „Fuer den ganzen“ gemeint Erdkreis die einzig wahre und gerechte Religion zu sein, bringt nur Ungerechtigkeit, aus Dummheit oder Ignoranz, Kriege, Tod und Verderben.

Wenn wir „Demokratie“ in ehrlicher Menschlichkeit -und nicht etwa so, wovor uns Sokrates warnte- verstehen und umsetzen wollen, muessen wir die „anderen“ Menschen, Rassen, Religionen auch als zu uns „anders“ auffassen, sie studieren ohne Hass oder Voreingenommenheit.

Das dies uns umso schwererfaellt angesichts der grauenhaften Bilder aus London ist verstaendlich.

Aber wenn ein Politiker statt staendig Kriege fuehren zu wollen, sich aufmacht und die Menschlichkeit als Werkzeug aufgreift und walten laesst, dann werden wir alsbald wieder in Frieden leben koennen.

Menschlichkeit ist das Losungswort.
„Demokratie“ ist es nicht.

Denn was wir in unserem nordeuropaeischen Kulturkreis als „Demokratie“ verstehen, hat bereits in Portugal eine andere Bedeutung.
Hier in Portugal bedeutet dieses Wort nicht Mitverantwortung sondern Anspruch auf „das taegliche Brot“ und zwar von der Wiege bis zur Bahre, weil es von Gott kommt und sich die Reichen und Maechtigen nur dazwischengemogelt haben, um diese heiligen Rechte vorzuenthalten statt unters Volk zu verteilen.

Ein sorgenfreies Leben ohne Zwang, das versteht ein Portugiese unter Demokratie.

Wie anders muessen da die Vorstellungen eines Arabers, eines Iraners, Afrikaners, Asiaten sein !

Wenn wir diese uralt gewordenen, verflochtenen, unserem Blick nicht zugaenglichen Organisationsformen militaerisch ueberrollen und ausloeschen, ernten wir Buergerkrieg.

Dort wo wir talibanmaessig Kulturen ausloeschen und bei uns zuhause, wo Terroristen ihre blutige Rache nehmen.

Hier ein sehr lesenswerter Beitrag: Die schwierige Demokratie in der arabischen Welt

Wenn unsere Politiker nicht bald beginnen, Menschen statt Kriege zu fuehren, sind sie es, die uns Verderben bringen.
Und nur sie.

Luftschloesser statt Luftschiffe. „Tropenparadiese“ fuer Schildbuerger und Faulenzer

Juli 9, 2005

„Klimaschutzprotokolle“, „Tag des Kindes“, „G8-Gipfel“ sind die Luftschloesser unserer Politiker.
Laerm und Umweltverschmutzung vor meiner Haustuere sind die Wahrheit.

Kindern fehlen Spielplaetze, die Halbstarken suchen Abenteuer auf der Strasse, Jugendliche werden statt in Reitstaelle, Fliegerschulen, oder zum Wassersport in Fussballstadien zum Groehlen und Saufen oder auf Kirchenfeste zum Beten und Schwaermen geschickt.
Arbeitslose bekommen 1-Euro Jobs.

Derweil sind unseren Politikern keine Muehen und Kosten zu schade, um Marsraketen zu bauen, Airbus-Giganten, Flugzeugtraeger, atomgetriebene U-Boote und was haben wir davon ?

Selbst wer den Duft der Kohle aus qualmenden Kaminen liebt, Eisenbahnfan ist, Motorenlaerm bei Formel-1 Spektakel oder das Erlebnis in einem Flugsimulator in einem Freizeitpark zu seinen Vergnuegen zaehlt, wird zugeben muessen, dass dies alles Technik des vergangenen Jahrhunderts ist.

Was helfen uns Klimaprotokolle, Naturschutzparks, Oeko-Steuer, Russfilter und subventionierte Windmuehlen ?

Was faengt ein Mensch in Afrika oder Indien an mit „Geld“,das wir seinen Regierungsbeamten, die in den Grosstaedten in feinstem Luxus leben, schicken ?
Womit stillt der Mensch auf dem Lande seinen Hunger, wie schafft er den Warenaustausch, den Gueterverkehr ?

Seine Feldfruechte, die er in den Grossstaedten verkaufen koennte verfaulen auf dem Transport in sengender Hitze unter der allgegenwaertigen Fliegenpest !
Ein LKW bei kleinstem Schaden auf unpassierbaren Strassen (denn es reicht nur ein einziges Schlagloch) wird augenblicklich zu Schrott und bleibt liegen, gepluendert von den herbeigeeilten Menschen der Umgegend….

Wie und woher sollen auch die Mechaniker und die Ersatzteile kommen, die diesen LKW wieder flottbraechten ?
Davon reden unsere Berufspolitiker nicht !

Nirgends wird unsere Ahnungslosigkeit und Bequemlichkeit deutlicher als dort, wo ein Keim einer neuen Technik zur Bewaeltigung zukuenftiger Aufgaben der Menschlichkeit und Arbeitsform begraben liegt:
Im „Tropenparadies“ von Brandenburg.

Ich bitte meine verehrten Leser, einmal mehr als sonst sich mit einer Technik zu beschaeftigen, die es lohnt nuechtern zu bedenken:

1. Leichter-als-Luft-Technologie. Innovations- und Anwendungspotentiale

2. Transportluftschiffe mit Solarenergie

Wir muessen „Luftschiffe“ sagen weil es ja auch „Wasserstrasse“ heisst.

Es gibt viel tun !

„Keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft“ ???

Juli 8, 2005

Wenigstens ehrlich ist sie die Frau Merkel:
Quelle: ZDF

und gibt schon mal zu Verstehen, dass Deutschland keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft besitzt.
Das ist logisch !

Denn bei welchem Richter koennten Menschen wie Du und ich solche fundamentalen Ansprueche einklagen ?
Jeder Einzelne, jede Gemeinschaft ist nunmal seines Glueckes eigener Schmied und darf nicht denken, dass einem Recht und Gesetz, Freiheit und Gluecklichsein wie gebratene Tauben im Schlaraffenland ins Maul geflogen kommen.

Aber hoert bitte genau hin !!

Statt „Rechtsanspruch“ gibts „Werte“, und diese gruenden sich dann auf sowas wie die Bergpredigt.

Denn Gottes (und wohl auch Merkels)Masstaebe sind anders:

Selig die Hungernden,
Selig die Besitzlosen,
Selig die Friedlichen,
Selig die Verspotteten, Leidenden
Quelle: Die Bergpredigt

Vom Gluecklichsein als Sinn und Zweck von Menschlichkeit und Menschsein, wie Aristoteles es lehrte, ist in Zukunft keine Rede mehr.

Wir muessen aufpassen !
Und uns ruesten !

Wer von „Fremdarbeitern“ redet ist dumm, gehaessig und ein Volksverhetzer

Juli 6, 2005

Es ist bei Varzil heute ein Denkanstoss zu lesen, den es lohnt, naeher zu betrachten.

Zunaechst sollte man sich fragen, ob es einem Acker oder einer Kohlemine im Ruhrgebiet auffaellt, wenn statt eines Einheimischen ein Arbeiter aus Polen oder aus der Eifel zugewandert ist, um dort „zu arbeiten“.

Wie man am besten Kohle abbaut oder Mais saet und erntet hat wohl eher mit natuerlichen Gegenbenheiten und technischen Voraussetzungen zu tun als mit der Herkunft des Arbeiters.

Wenn die Kohle unrentabel wird oder das Maisfeld Missernten beschert, dann muss man Energiequellen und Landwirtschaft studieren.
Dem Herrn Lafontaine empfehle ich, die Grundlagen der Volkswirtschaft zu erlernen.

Haetten die Maisfarmer in den USA einen Hauch von Ahnung wuessten sie, dass man genetisch manipuliertes Saatgut, Kaufpreis dafuer und Zinsen, Pestizide und Aerger mit den Endverbrauchern vermeiden koennte, wenn man die Felder sich erhohlen liesse oder mit abwechselnden Feldfruechten bestellen wuerde.
Dafuer sind die Farmer aber zu ungebildet.
Sie jammern und jammern wegen des Maiswurzelbohrers…

Wenn Lafontaine die Ursachen der Krise nicht kennt, stattdessen „Fremdarbeitern“ die Schuld in die Schuhe schiebt, dann sollten wir ihn wegen Stoerung der oeffentlichen Ruhe, Volksverhetzung verklagen oder zumindest lautstark auslachen !

Wenn man zu Zeiten Ludwig Erhards Auslaender nach Deutschland rief und sie mal Fremdarbeiter, mal Gastarbeiter nannte mag das politische Hintergruende unserer Nachkriegszeit widerspiegeln.

Wie haette man ansonsten die „Siegermaechte“ besaenftigen koennen, die schon im Ersten Weltkrieg eine Abtrennung von Nationalstaaten (und die Errichtung von Zollgrenzen) zum Zwecke des Niederhaltens europaeischer Konkurrenz bezweckten und jetzt schon wieder eine „Germanisierung“ einer unendlich hohen Anzahl fleissiger Polen, Spanier, Portugiesen, Tuerken, Tunesier befuerchten mussten
Der sorgenvolle Blick eines Inselbewohners ist dabei voll verstaendlich
Deshalb mussten wir unsere auslaendischen Kollegen „Gastarbeiter“ nennen ( aber dennoch sind viele Gaeste zu vollwertigen Deutschen geworden ! Aetsch !)

Die Sozialisten mit all ihren Freunden und Helfershelfern haben derweil heimlich -und immer artig unter der Tarnkappe,von Toleranz zu sprechen- dafuer gesorgt, dass Asylanten und andere Einwanderer besondere Vorrechte erhielten, Fremdfirmen bessere Konditionen bekamen.

Gleiches muss man aber gleichbehandeln.
Und Ungleiches ungleich.

Haelt man sich nicht an diesen Grundsatz schafft ein Richter Ungerechtigkeit, ein Bauer Missernten und ein Politiker Volksaufstand, Rassenkrieg, Progrome, Zwangstaufen und Massenmord.

Die galoppierende Verschuldung allseits, Angst, Sorge, Unruhe und Wut im Volk haben die Sozialisten und Berufspolitiker wie ein Lafontaine selbst verschuldet.
Aber wie ?

Ganz einfach:
Man hat den Arbeitern (und jetzt merkt man, dass es auf die Staatsangehoerigkeit garnicht ursaechlich ankommt) heimlich die „Fruechte ihrer Arbeit“ (das Geld) geklaut.

Deutschen hatten ihre D-Markt.
Exportueberschuesse, so gesund wie ein Krebsgeschwuer, konnten mit Aufwertung behandelt werden.

Die Portugiesen hatten ihren Escudo.
Importueberschuesse, so gesund wie Heroinkonsum, konnte mit Abwertung behandelt werden.

Vom EURO und von den billigen Zinsen einer harten Waehrung erhielten z.B. die Portugiesen einen Rausch ploetzlichen Reichtums, dass richtiges Arbeiten und Sparen voellig vergessen wurde.
In Portugal gilt „arbeiten“ ohnhin seit jeher als „unfein“:
man sitzt lieber in der Verwaltung und schaut zu, dass man viel Geld von den Ueberweisungen der eigenen Emigranten in die Heimat oder von den europaeischen Zuschuessen abgreift, fuer sich, sein Institut, seine Partei, seinen Fussballclub.

Gesetzliche Lockerung und steuerrechtliche Foerderung haben bei uns in Deutschland dafuer gesorgt, dass das Geld, das nicht verbraten, verjubelt oder verschenkt wurde, abwandern konnte in Spielboersen und Spielbanken, wo gezockt wird, gewettet und manipuliert.

Was hat damit mein tuerkischer Arbeitskollege zu schaffen ?

Wenn es gefaehrliche „Fremdkoerper“ in unserer Volkswirtschaft gibt, sind es nicht meine Kollegen sondern Leute wie Lafontaine !