Archive for Juni 2005

Spanien im Jahr 711. Eine Krise wie Europa 2005. Damals kamen die Araber als Retter und Befreier.

Juni 25, 2005

Wer glaubt, ein Politiker -egal ob rechts,links, oben, oder unten, oder sagen wir: schwarz,braun, rot,gelb oder gruen- wer also glaubt, es kaeme auf die Farbe oder die Himmelsrichtung eines Parteibuches an, auf ein politisches Manifest oder Programm, hat vermutlich Pech.

So wird er niemals kraft seiner demokratischen Wahlstimme irgendetwas bewegen, veraendern und schon garnicht verbessern koennen.

Wer zudem denen glaubt, die predigen, es kaeme nie und nimmer und keineswegs auf Regierungsdekrete und Geldsysteme an, Freihandel und freier Wettbewerb seien das einzig seligmanchende Konzept auf Erden, um Wohlstand fuer alle und Frieden zu sichern, wer diesen Predigern glaubt, ist ehrlich zu bedauern

Glueck fuer uns, wir koennen genau sehen, was damals im heutigen Spanien/Portugal passierte und daraus lernen, „was eine Wirtschaft zusammenhaelt“ !

Kurz und knapp: Am Anfang gab´s die Roemer, die bauten Strassen, Staedte und Kanaele.
Es gab Eigentum, Recht und Ordnung. Besonders effektiv waren die Latifundien, grosse Bauernhoefe.
Die Roemer nutzten die Iberische Halbinsel wie eine Bananenrepublik:
Es galt ihnen allein, viel Gold und Getreide nach Rom zu schaffen.
Als die Roemer ihre Herrschaft verloren, brach der Export zusammen, wer etwas produzierte, blieb auf seinen Waren sitzen. Eine Pleitewelle liess die Bevoelkerung veramen.
Eine Binnennachfrage gab es nicht (wie heutzutage).

Das nutzte die Kirche und holte die Westgoten ins Land, Dummkoepfe koennte man sagen, die nur den Zweck zu erfuellen hatten, mit Waffen das Volk zur Zwangsarbeit anzuhalten.
Denn wer von seinen „Schulden befreit“ werden wollte, wie die Priester versprachen, musste zuvor sein Land der Kirche schenken.

Und gegen die Juden wurde gehetzt und der Antisemitismus war so gross, dass man sie mit Gewalt zu unterjochen trachtete:
Gesetz der Westgoten zur Zwangstaufe

Die ehemals roemischen Sklaven kamen vom Regen in die Traufe: jetzt wurden sie Leibeigene.

Es gab ueberall Revolten, das Volk verstand nicht, weshalb man ploetzlich arm war, rechtlos, und vorallem allein auf sich gestellt.

Die einzigen Menschen, denen es besser ging, waren die Juden. Nur sie verstanden den Grund der anhaltenden Wirtschaftskrise: Es fehlte Geld im Umlauf.
Also exportierten sie Waren nach Arabien und brachten Gold, den Kaufpreis, ins Land.

Alle anderen tauschten z.B.Land gegen Schafe,also immer im Tausch, wie zur Steinzeit.
Was die Kirche an Landbesitz nicht gepfaendet hatte oder als Stiftung empfangen, kam ihr auf diese Weise in den Schoss gefallen.
Aber ein Kloster, eine Kirche, nimmt nicht am Wirtschaftsleben teil.

Wenn ein Kloster Gold/Geld in Haenden haelt, wird es nach Rom geschickt, oder damals nach Cluny, oder sinnlos verprasst.
Die Not der Menschen interessiert sie wenig.

Als die Araber und ihre Berber das iberische Land ueberfielen, eigentlich nur um eine „Razzia“ zu machen (also einen „Ueberfall zum Beutemachen“) da fiel ihnen auf, wie elendig es den Menschen ging.

Wo sie das Land eroberten wurde die Kirche ihrer Gueter beraubt, das Land unter die arbeitende Bevoelkerung aufgeteilt.
Alle Bauern erhielten ein Recht auf Arbeit.
Wer arbeitete, als Sklave oder Schuldner, konnte sich freikaufen, besass einen einklagbaren Anspruch.
Wer Investitionen brauchte, suchte sich einen „Geschaeftspartner“, denn Kredite mit Zins waren verboten.

Augenblicklich explodierte foermlich Arbeit und Reichtum der gesamten Bevoelkerung.

Die Araber befreiten auch die juedischen Geschaeftsleute von Zwang und Unterdreueckung. Der aufbluehende Handel mit Arabien brachte Gold aus dem Sudan nach Spanien, als Geld, und blieb im Land !

Spaniens Reichtum war das Ergebnis der Binnennachfrage und des Vorhandenseins von Geld(Goldmuenzen).

Kein Wunder: die Araber eroberten das Land in nur 3 Jahren, jeder wollte am Aufschwung teilhaben. Sogar viele Westgoten, allerdings nur wegen der erlaubten Vielweiberei. Der notleidenden Bevoelkerung konnte die Befreiung garnicht schnell genug geschehen.

Das ist das Geheimnis der schnellen arabischen Eroberung mit gerade mal 30.000 Soldaten.

Als die Katholiken das Land spaeter „zurueckeroberten“ fing das gleiche Spiel wie nach der Roemerzeit von vorne an.
Kein Geld im Umlauf, alles verbraten, Vorraete, die keiner kaufen konnte, Schulden und Zinsknechtschaft in Folge, Arbeitslosigkeit, Pleitewelle, Feudalismus.
Ende der Poesie, der Koerperwaesche, Sauberkeit, Wissenschaft, Kunst, Schule, Technik, kurzum: Ende der Lebensfreude (wie heute bei uns).

Und Antonius von Padua (eigentlich von Lissabon) lief durchs Land und wurde beliebt, weil er von Schuldenerlass predigte und davon, die Schuldner nicht auch noch mit Gefaengnis (Fussfesseln wuerden wir heute sagen) zu bestrafen.
Ein Heiliger ?
Dass ich nicht lache !
Das Problem hat er nicht einmal erkannt, geschweige denn geloest (wie Lafontaine heute )

Was lernen wir daraus ?
Wir brauchen ein Geldsystem in den Haenden von faehigen Fachleuten.

Die „Demokratie“ hat sich mit dem Mangel an Kenntnissen, was wirklich Wohlstand und Frieden bringt, schon laengst ihr eigenes Grab geschaufelt.
Ludwig Erhard ist lange tot, seine Mahnungen („Masshalten !“) vergessen, seine Kenntnisse und Faehigkeiten sogar verpoent. (Salazar, der ebenbuertige portugiesische Buchhalter, gilt als „Diktator“)

Der „Euro“ wird als Witz in die Geschichte eingehen.
Er hat Luftschloesser, Illusionen, einen auf Schulden gebauten Flittereichtum und Werte vorgegaukelt, wo in Wahrheit Bauruinen, Rechtlosigkeit, und galoppierende Erwerbslosigkeit, Not, Kummer und Armut sich ausbreiteten.

Er wird hoffentlich bald von einem System abgeloest, wo Privatbanken die Aufsicht und Alleinherrschaft innehaben.
Dieses neue System wird auf Silber oder Gold aufgebaut sein.
Wer kein Gold angespart hat, wird sich in Zukunft keine Importe leisten koennen.
Haette er frueher mal die Gesetze die Fallstricke des ungezuegelten Welthandels studiert und seine Goldvorraete nicht verschenkt, verkauft oder verliehen !

Zum Nachlesen:
Die Mauren in Spanien (Siegrid Schmeer)

Islamic and Christian Spain (Thomas Glick)

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Patente statt Bomben. Zaesur in der Geschichte der menschlichen Zivilisation ?

Juni 22, 2005

Es gibt Themen, die machen mir Kopfzerbrechen:

Ich bin nicht der Ansicht, dass Elisabeth von Thueringen eine Heilige war.
Sie hat das Geld, dass man der Bevoelkerung abgenommen hatte, wieder unters Volk verteilt, wie eine spendable Karnevalsprinzessin.
Statt Forschung, Vernunft und Gewissen mit Verantwortung einzusetzen hat sie ihren „Arbeitsplatz“ verlassen und sich dem Betteln verschrieben.

Der allgemeine Schaden, den ein solches Verhalten nach sich zieht, ist groesser als die einzelnen, zweifelsfrei lobenswerten, Verdienste in der Krankenpflege.
Viel eher waere ich bereit, die Erfinder des Haber-Bosch-Verfahrens oder irgendeinen Feuerwehrmann, der zur Rettung eines Menschen sein eigenes Leben verloren hat, als Heiligen zu verehren.

Die Forschung, zur welcher die Menschen wie durch einen Auftrag Gottes, Ihm bei seiner Arbeit zu helfen, verpflichtet sind, kostet Geld, viel Geld. Keine Frage, wer aus vermeintlicher Naechstenliebe verhindert, dass Forscher ueber aussreichende Geldmittel verfuegen, tut der Menschheit keinen Gefallen.

BASF hat das Bosch-Haber-Verfahren als Patent angemeldet.
BASF besass einst auch das Patent auf ASPIRIN und diese Tabletten haben den Menschen die Kopfschmerzen genommen.

Wenn aber die BASF heute dabei sind, die Menschen des Iraks in eine moderne Form der Leibeigenschaft zu zwingen, indem man den Bauern das Recht am eigenen Saatgut nimmt, sehe ich nur Gewalt und (Befreiungs-)Kriege voraus.

Wenn ich lese, was der Irak vorgeschrieben bekommt und was der gesamten Menschheit in 15-20 Jahren „blueht“ , befaellt mich heute schon ein ungutes Gefuehl.
Umweltinstitut Muechen

Welchen Wert schlussendlich besitzt ein Nobel-Preis ?

Zwei Heuschrecken (Chirac und Schroeder) und ein Seeraeuber (Blair) werden sich niemals einigen

Juni 21, 2005

Zwei Welten stossen aufeinander.
Es ist das offensichtliche und verstaendliche Problem von zwei unterschiedlichen Imkern und ihrer Methoden.
Wohlstand, Frieden und Gluecklichsein der „Arbeiterbienen“ interessiert jedoch keinen von beiden.

Betrachten wir Frankreich und Deutschland:
Waere in diesen Laendern der Schutz und der Wohlstand von Arbeitern oberstes Ziel der Regierenden, dann waeren alle Gesetze darauf gerichtet, unter einer moeglichst hohen Anzahl von Unternehmen, bessergesagt: Unternehmern, Konkurrenz zu stiften: Konkurrenz um die Gunst der Arbeiter auf der einen Seite – Konkurrenz um die Gunst der Kunden und Endverbraucher auf der anderen Seite.

Der Schutz und der Wohlstand von Arbeitern -und zwangslaeufig der Bestandsschutz einer Vielzahl von konkurrierenden Unternehmern- ist aber nicht gewollt. Konkurrenz macht Grossunternehmen und Bankengeschaefte „unrentabel“.

Die Banken mit ihren Vorrechten (bei Kreditvertraegen, bei Kreditbesicherung, bei Stimmrechtsverwaltung, bei Geldmengenvermehrung durch Ruecklagenbildung, Absonderungsrechte bei Konkurs usw.) wollten ein Umdenken und haben alles erreicht.

Bis Ludwig Erhard galten andere Spielregeln:
Erhard wollte die Machtinteressen der Banken stutzen und – wurde schnellstens abgesetzt, entfernt.
Statt Arbeiterwohlstand fuer alle gilt seither nur noch die „Rentabilitaet“ als oberstes Leitmotiv.
Die Wirtschaftsordnung musste deshalb umgebaut werden, um die Konkurrenz auszuschalten. Und die „Sozialdemokraten“ , egal ob christlicher oder sozialistischer Faerbung, haben alles im Sinne der Banken erreicht.
Statt Unternehmerwohlstand gilt nur noch die „Wettbewerbsfreiheit“ als oberstes Leitmotiv.

Die Vernichtung des „Mittelstandes“ ging unter diesem Wort auf den Fahnen, das so schoen nach „Freiheit“ klingt, kinderleicht und zwar folgendermassen:
Die verbindlichen Richtpreise und geschlossene Vetriebssysteme wurden abgeschafft.

Frueher konnte ein Unternehmer dafuer sorgen, dass seine Produkte fuer alle Endverbraucher den selben Preis kosteten. Auch konnte er seine Vertriebspartner aussuchen, auswaehlen und mit ihnen den Vertriebsrabatt aushandeln.
Mit den Gewinnen konnte er Ruecklagen bilden, investieren, Lehrlinge ausbilden und sich ganz auf sein Geschaeft konzentrieren.
Um seine Wettbewerbsfaehigkeit zu erhalten musste er Neuheiten ersinnen (als ein Meister seines Fachs nicht bloss als Geselle, der bloss zu „Koennen“ braucht), musste freundlich zu seinen faehigen Mitarbeitern und Hilfsarbeitern sein und treu gegenueber Vertriebspartner und qualitativ einwandfrei produzieren fuer die Gunst seiner Zielkunden, Endverbraucher. Kapitalintensive Werbung konnte er sich ersparen

Die Ruecklagen und ein hohes Eigenkapital machten ihn zu einer Respektsperson, zu einem unerschrockenen Buerger, der mit seinen Diskussionen die Herrschenden irritierte, frech sein konnte, Zeit fuer eine Mitsprache bei politischen Entscheidungen seiner Stadt, seines Landes besass und sie einforderte und nutzte.
Ebenfalls waren er und seine „Arbeiter“ frei, individuelle Vertraege miteinander zu schliessen, es gab noch keinen Flaechentarifvertrag.
Zu einem solidarischen Denken, Fuehlen und Handeln fuer die Lebenserhaltung von Betrieb und Belegschaft konnte der Unternehmer in seinem Betrieb werben, um seine Leute vor der Beeinflussung von Linksphilsophen, z.B. der sog. Frankfurter Schule, mit Argumenten zu schuetzen und eine „innere Verweigerung“ seiner Betriebsgenossen zu verhindern und zu positivem Denken anzuhalten.

Auch seine Kinder wurden nach seinen Wertvorstellungen erzogen, die Schulen wurden nicht von „Mayonaiseproduzenten“ finanziert und beherrscht weil der Staat damals noch von einer Pflicht der Kindererziehung ausging und nicht wie heute, mit einem „Mitwirkungsentzug“ jede Verantwortung jederzeit ersatzlos aufgekuendigt werden darf.

Heute hat ein Unternehmer keine Chance, sein „Pflaenzchen“ , sein Werk, seine Produkte zu schuetzen. Ihm fehlen Eigenkaiptal und Zeit, um am politischen Leben teilzuhaben.

Ein Diskounter kommt heutzutage, diktiert die Preise und die Zahlungsbedingungen, darf das Produkt im Laden und zu ruinoesen Preisen anbieten und sogar an Endverbraucher verschenken, als „Werbemassnahme“ sozusagen, bis das Produkt verrissen, ausgequetscht und wertlos wieder vom Markt verschwindet.

Alle grossen Verbrauchermaerkte und Diskounter konnten erst nach Beendigung dieses geordneten Richtpreissystems/Vertriebssystems, mit welchem „Deutschland“ wohlhabend geworden war, aufbluehen und phantastische Groessenordnungen erreichen, eine Monopolstellung

Das freute die Banken.
Denn wer jetzt nicht schnell die Zeichen der Zeit erkannte und eine Kapitalgesellschaft gruendete, um bei diesem ruinoesen System mitzuhalten und selber Honig zu saugen, war verloren.

Diese Kapitalgesellschaften wuchsen und wuchsen und heute ist es schon so weit:
Wer bei den Grossen beschaeftigt werden moechte kriegt gesagt, dass er die „Ehre dabeisein zu duerfen“ als geldwerten -sogar steuerfreien ! -Vorteil sehen muss, der ihm spaeter, also mit 35 wenn er altersbedingt ausrangiert werden wird, von allergroesstem Nutzen sein wird. Auf ein Gehalt in „Geld“ sollte er daher gefaelligst verzichten.
Und der Jungakademiker verzichtet notgedrungen und: sehr gern und ueberaus dankbar !

Indessen denkt eine Kapitalgesellschaft staendig darueber nach, wie sie mit der laufenden Produktion moeglichst viel absetzen kann.

Das Zauberwort heisst: Globalisierung !
Also man will moeglichst viele einheitliche Maschinen und Autos z.B. nach Brasilien verkaufen. Je mehr man verkauft desto rentabler ist fuer das Grossunternhemen die Produktion, desto mehr Rendite wirft es ab fuer die Kapitalanleger, euphemistisch „Investoren“ gennant.

Produktionsnebenkosten, gesetzlich verankerte gewerkschaftliche Mitbestimmung, ein effizientes Konkursrecht u.v.m. bewirken derweil, dass planmaessig die Vielzahl moeglicher „mittelstaendischer“ Konkurrenten vom Markt verschwindet mit der Folge, dass die Arbeiter keine Ausweichmoeglichkeiten haben und auf ihren Arbeitsplatz bei Grossfirmen auf Gedeih und Verderb angewiesen sind.
Lieber Sklave als arbeitslos.

Und die Brasilianer wollen/muessen ihre Einkaeufe an Maschinen und Autos bezahlen, d.h. mit eigenen Produkten tauschen.
Was hat Brasilien ? Fleisch, Butter.
Was haben die USA ? Getreide und Waffen.

Folglich muessen die deutsch/franzoesichen Bauern geopfert werden. Oder von Subventionen leben. Dass sie mit ihrer Billigmilch in Billigdiskountern ohnehin schon fuer die Billigernaehrung der Arbeiter der Grossunternehmen sorgten reicht jetzt nicht mehr aus.
Eine Zeitlang kann man von Subventionen leben, kann andererseits ein Staat seine Bauern finanzieren, aber diese Zeit ist abgelaufen.

Jede Kuh kostet 2 Euro am Tag
In Portugal kommen auf 4 Bauern ein Regierungsbeamter im Agrarministerium.
So kann es nicht weitergehen.
Das sieht Blair vollkommen richtig.

England lebt aber nicht vom Export von Maschinen und Autos wie franzoesisch/deutsche Grossunternehmen (die Heuschrecken des europaeischen Mittelstandes) sondern vom Transport, von Exportfinanzierung, Transportversicherung,von Anwaltsgebuehren, Geldverwaltung, Copy-right-Gebuehrenverwaltung – so heisst die englische Salzsteuer heute -, (also wie ein Seeraeuber vom Abernten/Abschoepfen der Fruechte anderer) und sieht verstaendlicherweise keine Veranlassung, europaeische Bauern durchzufuettern.
Es gilt ihm schliesslich „to earn money“ und da sind Bauern nur ein kostenverursachender Stoerfaktor.

Viel lieber waere es England, wenn saemtliches Getreide in den USA eingekauft wuerde, ueber die Londoner Boerse versteht sich, dann versichert und transportiert in englischen Schiffen. Gleiches gilt fuer Fleisch aus Brasilien, Butter aus Argentinien usw.

Leistungsgerechtigkeit ist eben ein Wort, dass der Baecker um die Ecke, die Grossbaeckerei, ein Arbeiter, ein Geldanleger, ein Bankdirektor,ein Versicherungsunternehmen, ein Tante-Emma Laden und ein Diskounter jeweils diagonal anders verstehen, begreifen und verteidigen moechten.

Unter dem Deckmantel der „sozialen Gerechtigkeit“ mit solchen bedrohlichen Forderungen wie „Einkommensverteilung“ was mir nach Raub und Rechtlosigkeit klingt, weil ich aus der Perspektive eines Arbeiters schreibe, haben die Arbeiter heutzutage in England, Frankreich und Deutschland nur noch die EU-einheitliche Bedeutung von Bienen, die man mit Zuckerwasser naehrt und mit Illusionen ueber ihre Meschnenwuerde und Freiheitsrechte blendet.
Blendet, denn der Prozessweg ist unbezahlbar, die Prozessdauer unabsehbar.

Und eine 10 %ige Arbeitslosigkeit ist die Peitsche, der staendig ins Fleisch getretene Sporn der „sozialdemokratischen“ Arbeitgeber („Arbeit-geber“: welch ein scheusslich ueberhebliches Wort !)
Keine Frage, deshalb wird sie auf ewig erhalten bleiben !

Die einheitliche EU-Verfassung liegt dennoch im Interesse auch Englands.
Es geht schlieslich darum, dass der Status Quo, also der Schutz der Kapitalgesellschaften gegen die Interessen von Mittelstand und Arbeiter in ganz Europa festgeschrieben wird

Und wie sollen die USA sonst ihr Getreide verkaufen, um den Staatsbankrott abzuwenden ?

Negeraufstand oder Volksaufstand ? In Portugal sind die Menschen bereit zur Revolte

Juni 19, 2005

Die Schreckensnachrichten von dem Raub an Strandbadegaesten in Portugal koennen nicht beschoenigt werden.

Bevor wir den„Negeraufstand“ sine ira et studio – will sagen: als Menschen aufrechter Gesinnung und ehrlichen Herzens – anschauen und beurteilen, moechte ich meine verehrten Leser auf einen weiteren „Aufstand“ aufmerksam machen, der in diesen Tagen in Portugal stattgefunden hat:

Zum Begraebnis des hochintelligenten, rhethorisch begabten Cunhal (sprich: Kunjal), dessen Traum es war, Portugal wie Ungarn oder den Prager Fruehling unter das Joch des Sowjetkommunismus zu bringen,der den Fall der Berliner Mauer zutiefst bedauerte, dieser Kriminelle wurde zu Grabe getragen.

Um ein analoges Wort wie „Negeraufstand“ zu verwenden, und um in meinen Lesern das Gerechtigkeitsempfinden zu wecken, will und muss ich hier von einem „Proletenaufstand“ in Lissabons Strassen reden.
Weder das eine noch das andere Schmaehwort gibt irgendeine Erklaerung.
Sowohl das eine Wort wie das andere fuehrt zur Volksaufhetzung, noch mehr Ungerechtigkeit, noch mehr Raub und Blutvergiessen.

Was am Strand in der Naehe von Lissabon geschah war aber nur ein „Kleinejungenstreich“ zu dem, was 300.000 Portugiesen am Sarg von Cunhal besangen und mit erhobenen Faeusten skandierten.

Ein US-Amerikaner wuerde kurzerhand saemtliche „Neger“ in Hand- und Fussfesseln verhaften, abfuehren, einsperren und die Kommunismus-Terroristen mit Bomben bekaempfen. Warum auch soll es den Menschen in Portugal anders ergehen als den Menschen in Haiti, Somalia, Afghanistan, Iran oder Kosovo ??

Zum Glueck haben wir eine EU !! Und zufaelligerweise hat die Kommission soeben eine Entwicklung eines Strategiekonzepts vorgelegt.
Und was steht da drin ?

Lesen wir etwas von der Bedeutung von Eigentum und Wohlstand fuer alle, Recht auf Freiheit, Einigkeit und Bruederlichkeit, von Menschen mit ihren unterschiedlichen Gemuetern, Musikempfinden, Sozialgefuegen, Arbeits- und Denkweisen, und dass in Europa jeder nach seiner Façon gluecklich werden soll, unangepasst weil Anpassung entfremdet, Monster schafft wie einen Michael Jackson, entwurzelt und verfremdet ?

Nein, dieses Dokument spricht nur von Ueberwachung, Kontrolle, Gewalt, subtiler Gewalt hier, drakonischer dort, ein Konzept ohne Vernunft, Gewissen und Menschlichkeit.

Wenn ich „Negerhaeuptling“ waere oder „Parteivorsitzender der Proletenpartei Portugas“ waere es mir ein leichtes, zum Handeln, zum Nicht-laenger-tatenlos-zusehen aufzurufen, den Volkszorn der enttaeuschten und betrogenen Bevoelkerung in laute wutschreiende Worte zu fassen und „Volksheld“ zu werden.

Ich brauch mir naemlich nur meine Hetzkampagnen-Vokabel- und Aufrufliste vorzunehmen und die passenden Passagen abzuschreiben bzw. nachzusprechen:
Sozialistische Klassiker

und den weiteren Verlauf der Geschehnisse kann man jetzt schon erahnen.

Die schwarze Bevoelkerung Portugals sind Portugiesen und nicht etwa „Einwanderer“. Ihre Eltern kamen mit den weissen Portugiesen vertrieben, verraten und und von der Weltoeffentlichkeit vergessen, als „Retornados“ (Heimkehrer) aus den ueberseeischen Provinzen nach Portugal.
Von einer mangelnden Integration zu reden ist absurd.

Diese afrikanischen Portugiesen hat man bisher immer als Stimmvieh gebraucht und mit Geld, Wohnungen, Umschmeichelungen verwoehnt. Jetzt laesst man sie fallen wie noch nie zuvor Portugiesen ihre afrikanischen Mitbuerger fallen liessen.
Das bringt erst heutzutage die soziale Demokratie fertig !

Fuer die Menschen bricht eine Welt zusammen, wer kann es ihnen verdenken ?
Wenn man sich nicht schnell fuer eine gerechte statt einer EU-sozialistischen ungerechten Wohlstandspolitik fue alle entscheided, werden die „Proleten“ und die „Neger“ gemeinsam alles kurz und klein schlagen.

Und ich werde sie verstehen koennen……

Patriarch Li und seine fehlenden Kenntnisse der chinesischen Kultur

Juni 17, 2005

Der 57jaehriger chinesische „Patriarch“ Li sagt, er gibt der „Europaeischen Kultur keine Zukunft“.
Quelle: DIE ZEIT

Herr Li denkt, dass „Unternehmergeist, Zielstrebigkeit, Leidensbereitschaft“ typisch asiatische, chinesische Charaktereigenschaften sind.
Da hat Herr Li aber falsch gedacht.

Zunaechst einmal gibt es keine „Europaeische Kultur“ allenfalls „Kulturen in Europa“.
Das Denken wurde in Griechenland und in der heutigen Tuerkei erfunden. Dann von der Kirche verboten, was mit der Schliessung von „Schulen“ besiegelt wurde.
Den Arabern danken wir die Ueberlieferung.

Denken koennen die Chinesen genausogut, wobei ihnen die Zeichenschrift zweifelsohne zuhilfe kam, denn wer dumm war und kein Merkhirn besass wurde ausgegrenzt.

Aber Herr Li spricht ja vom Unternehmergeist !
Das macht die ganze Sache interessant.

Denn dieser „Geist“ ist tatsaechlich eine wunderliche Kraft. Und was haben Luther und Kant so entscheidenes gelehrt ? Eben diese Kraft in sich selber zu entdecken, zu entfalten und sodann in Taten umzusetzen !
Der „Geist“ in Asien ist aber ein anderer.
Hier achtet man peinlichst genau darauf, nur dort sein Glueck zu versuchen, wo am Platze irgendein „Waechtergeist“, in dessen Eigentum der Boden mit seinem Ertrag steht, schon einmal Gesundheit und Wohlstand einem anderen Menschenkind gewaehrt hat.

Der Unternehmergeist eines Nordeuropaers, der im Geiste Kants und Luthers erzogen ist, bewirkt ein konstruktives Handeln. Der Asiate infolge seiner eigenen Erziehung benutzt seinen Kopf, um die Verhaengisgeister um ihn herum zu betrachten und zu studieren, er ist im Gegensatz zu Europaeern kontemplativ und niemals innovativ.

Die „Zielstrebigkeit“ von der Herr Li so ruehmend spricht, ist selbst in Europa unter den Kulturen grundlegend verschieden.
Fuer einen Katholiken ist Zielstrebigkeit immer auf eine Erloesung durch Gottes Gnaden gerichtet, immer eine Rueckwendung zum Paradies, das verloren in der Vergangenheit liegt.
Fuer Luther und Kant bedeutete Zielstrebigkeit: Lernen, Selberlesen, Selberhandeln, Selberurteilen.
Fuer einen Asiaten, hingegen, ist Zielstrebigkeit immer auf Harmonie gerichtet, auf ein Enthobensein von taeglichen Sorgen und Aengsten. Mit einer solchen Passivitaet koennen chinesische Tyrannen den Bau einer Grossmauer befehlen, einer Industrialisierung, als mit „industria“, ist sie eher stoerend und abtraeglich.

Ein Asiate mag sein Handwerk bestens beherrschen, ist geschickt, weil er sich nicht aufregt oder nervoes wird wie Eurpoaeer, aber eine Entscheidung zu treffen verbietet ihm sein Denken und Fuehlen.

Herr Li gibt auch ein falsches Bild asiatischer Leidensfaehigkeit.
Hass, Neid, Missgunst wueten innerhalb asiatischer Familien staerker als in Europa, nur verdeckt hinter einem Laecheln verborgen.
Der Asiate wuerde niemals einen solchen katholischen Unsinn wie Selbstgeisselung ueber sich ergehen lassen oder daran eine Sado-Maso Freude empfinden wie unzaehlige „Heilige“ des katholischen Europas !
Im Gegenteil: Die Lehren Buddhas sind auf eine Ueberwindung dieser Leiden gerichtet, ebenso wie Epiktet uns die Kunst lehrte, mit gesundem und positivem Herzen die Welt und uns selbst mit allen Beduerfnissen positiv anzunehmen.

Kurzum: Mr. Li redet Unsinn.
Ich bin ihm aber nicht boese.
Denn „Patriarchen“ gibt es ueberhaupt nicht in Asien, insofern sind seine Bemerkungen unerheblich.
Mr Li ist wie jeder andere Chinese auch in seinem sozialen Netz unveraenderbar eingebunden. Wer sein Denken und Sagen „beherrscht“, fuer seine Ehrenhaftigkeit und Kreditfaehigkeit buergt, ist irgendeine kleinwuechsige weise Person, die in einer Holzhuette in aermster althergebrachter Laendlichkeit ein stilles, beschauliches beneidenswert friedliches Leben fuehrt.

Um diese Respektsperson beneide ich Herrn Li aufrichtig.
Im Westen fehlt eine Kultur des Respektierens.
Ansonsten empfehle ich Hernn Li, seine Kinder auf eine europaeische, nichtkatholische Schule in einem nichtsozialistischem Land zu schicken.
Denn alles ist nur eine Frage der Schule.

Sorry, Herr v. Goethe, Sie taeuschten sich:
Am Anfang steht immer das Wort !

Wann sind chinesische Staatsbetriebe bankrott ?

Juni 16, 2005

Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis in China die kommunistischen Staatsbetriebe zahlungsunfaehig werden.

Die Seilschaften muessen schon einspringen:
Quelle

Wir im Westen sprechen immer nur von den billigen Arbeitskraeften Chinas aber selten davon, dass die Staatsbetriebe ohne Gewinn arbeiten.
Bei naeherem Hinsehen haengt die chinesische Wirtschaft an diesem seidenen Faden:

Bankrotte Staatsfirmen, eben alle wichtigen Schlusselindustrien, Energieversorger usw., subventionieren ihrerseits durch billige Belieferungen die privaten Unternehmen. Und deren Exporterloese werden bei den Staatsbanken gehortet oder zum Aufrechthalten dieses ruinoesen Systems eingesetzt.

Fragt sich nur wie lange.
Waere ich kommunistischer Staatsbetriebsdirektor wuerde ich schon jetzt die Koffer packen !! Wie man weiss koepft man immer zuerst die Direktoren !

68 Mio Euro Entwicklungshilfe Deutschlands fuer Peking. Weiss jemand wozu ?

Juni 16, 2005

China schwimmt in Dollarreserven.

Kann jemand erklaeren, weshalb Deutschland 68 Mio Euro einfach so als „Entwicklungshilfe“ an kommunistische Staatsbanken ueberweisen darf, als Geschenk !, zumal der Euro heutzutage schon keine reine deutsche Waehrung ist und allen Europaeern gehoert ?
Quelle

Wenn deutsche Rentner und Arbeitslose kein Interesse an diesen 68 Mio Euro anmelden, tue ich es hiermit im Namen meiner portugiesischen Freunde.

Nichts ist grausamer als wegen der „Gesundheitsreform“ nicht geboren zu werden !

Juni 15, 2005

Man schwadroniert dauernd ueber „Menschenwuerde“ und wenn ein Mensch sagt, er wuerde gerne Mensch sein, ein richtiger mit Familie und Kinderlachen im Haus, mit Sorgen und Freuden, aber es wuerde ihm leider kein Kind geboren werden, dann wuerde es doch eigentlich unser aller Aufgabe sein, als Paten fuer ein neues Menschenleben zu sorgen, oder etwa nicht ?

Was ist denn sonst eine „Menschenwuerde“ ?

Hier die Nachricht ueber den Rueckgang von Kuenstlichen Befruchtungen:
Quelle: Die Welt

Was ist Gesundheit in Verbindung mit einem Gesetz, das da „Gesundheitsreform“ genannt wurde und tausenden Menschen, Eltern wie Kindern, das Menschsein verbietet ?

Die Bischoefe und Pater Dr. Hans Langendoerfer taeuschen sich.

Juni 14, 2005

Die Bischoefe haben folgende Erklaerung zur Stammzellenforschung veroeffentlicht:
Veroeffentlichung

Mit der selben Entschiedenheit muss ich, sehr geehrte Bischoefe, Ihre Erklaerung als unbegruendet zurueckweisen.

Aus folgenden Gruenden:
Gehe ich von der Annahme aus, dass mein kurzer Aufenthalt auf Mutter Erde nicht nur einen Grund, eine Schoepfung hat, sondern auch einen Sinn, ein Ziel, an welches der Schoepfer dachte als er die Erde erschuf, dann muss ich bestaendig nach dem Sinn des Lebens fragen.

Wer sich, wie Sie, nur fuer seine „unverfuegbaren Grundwerte“ interessiert, uebersieht, dass das Leben nicht nur aus Anspruechen, sondern auch aus Pflichten besteht.

Was Sie abschaetzig „Instrumentalisierung“ nennen ist fuer mich daher eine Pflicht, die ich in Demut zu erfuellen habe:
Als Teil einer Schoepfung muss ich meinen Mitmenschen nuetzlich sein, helfen wollen, wann immer diese Hilfe notwendig ist oder angefordert wird.
Und nicht nur gegenueber der Menschheit.
Niemals kann ich durch meine blosse Lebendigkeit noch durch mein Menschsein gegen andere Wesen oder die Natur allgemein Vorrechte beanspruchen, welche ich anderen Geschoepfen vorenthalte.

Gott gab mir diese Faehigkeit, auf Erden in die Natur einzugreifen, zu pflanzen, zu schuetzen und zu bereichern.
Ich muss diese Faehigkeit mit grosser Vorsicht und Ehrerbietung wahrnehmen, da sie von mir abverlangt, auch zu toeten und zu ernten.

Die Stammzellenforschung an Embryonen ist heute meine Pflicht, wie frueher die Pflicht meiner Ahnen das Jagen, Sammeln und die Kenntnisforschung hierueber waren.

Der Mensch muss Gott bei seiner Arbeit helfen.
Nur diese Pflicht ist fuer mich und fuer Sie „unverfuegbar“, Grundwerte muessen taeglich neu erarbeitet und verdient werden.
Niemand darf sich auf ihnen ausruhen.

Papst Benedikt XVI. hat Unrecht. Wer sonntags arbeitet hat Angst und keinen Konsumismus

Juni 13, 2005

Ohne Sonntag koennen wir nicht leben sagen Sie ??

Doch, Herr Papst, das koennen wir…und Sie wissen das genau und alle anderen wissen es auch.

Was Sie sagen wollen ist hoffentlich:
Ohne Sonntag wollen wir nicht leben ! Wir wollen Zeit und Musse fuer Liebe, Familie, Freunde, fuer unseren Glauben, fuer Kinder und vorallem fuer ein bisschen Freude, fuer Abwechslung vom Alltag und zwar gemeinsam mit unseren Mitmenschen, Nachbarn und allen, denen ebenso hierfuer Zeit gegeben sein muss.

Wer dennoch sonntags arbeitet, Herr Papst, hat Angst und Sorgen, hat Schulden, und „Gott sei Dank“ -wie Sie sagen wuerden- noch seinen Arbeitsplatz.
Konsumismus ist das nicht.

Machen Sie mir bitte nicht zum Vorwurf, wenn ich bei Aldi mir ein neues T-Shirt kaufe und vielleicht meine Kindern auch mit einer Freude ueberraschen moechte. Ich will meine Lieben lachen sehen.

Bitte schauen Sie mein Leben aus der Naehe an:
Dass ich von der Hand in den Mund leben muss, ist genausowenig Konsumismus !
Viel lieber wuerde ich Geld sparen, Eigentum bilden fuer mich und meine Familie…

Einheit wollen Sie, Herr Papst ?
Warum eigentlich nicht Einigkeit ?
Was ist falsch an Einigkeit ?

An Einheit stoert mich, dass meine Eigenart, meine Nase, meine Art zu lachen und zu tanzen, eben so zu leben, wie Gott mich erschaffen hat, einer Einheit, EINer Regel, Norm, Gesetz unterworfen werden soll… Ich will mich ja in einer Einigkeit fuegen, so dass mein Naechster in Frieden und Freiheit leben kann- aber vor einer Einheit habe ich Angst.

Angst vor Andersglaeubigen, vor Staatsterror und das lehrt mich die Geschichte: vor Kirchenterror !!
Quelle: ARD TAGESSCHAU